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Wie sich Journalisten eine Pressemitteilung wünschen

Montag, 2. Juli 2007 von Jan Kurschewitz
5 Kommentare

zeitung-schluessel.jpgMein vorausgegangener Beitrag über „Pressearbeit ist auch für kleine Unternehmen sinnvoll“ ist quasi Wegbereiter für diesen Beitrag. Das oft empfohlene „Nachhaken“ bei Journalisten nach Versand der Pressemeldung ist von diesen übrigens besonders gefürchtet.

Die von der Fachhochschule Hannover in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur Schrader durchgeführte Journalistenstudie 2007 zeigt, wie sich Pressevertreter eine Pressemitteilung wünschen.

Ich fasse das Dokument kurz zusammen

  1. Betreff des E-Mails: Nehmen Sie das Thema Ihrer Pressemitteilung, das Wort „Pressemitteilung“ und ggf. noch den Namen Ihres Unternehmens auf.
  2. Ob als Format besser Plain Text oder HTML-E-Mail gewählt werden soll ist umstritten. Auf Nummer sicher geht man meines Erachtens aber mit Text-E-Mails (ohnehin das von uns bevorzugte Format).
  3. Die Pressemeldung selbst erhalten die meisten Journalisten gerne direkt im E-Mail, viele aber auch als angehängte Word(!)-Datei. Der beste Weg ist möglicherweise parallel: Im E-Mail und noch einmal als Attachment.
  4. Bildmaterial in kleinen Dateigrößen wünschen sich Journalisten gerne direkt als E-Mail-Anhang. Ist Ihr Material zu groß, heruntergerechnete Bilder anfügen und große Dateien und Pressemappen als CD per Post schicken.
  5. Bevorzugtes Bildformat ist JPEG, gefolgt von TIFF mit Auflösungen ab 300 dpi. Bildmaterial sollte immer für den Druck geeignet sein.
  6. Falls Sie einen Pressebereich auf Ihrer Website haben: Journalisten wünschen sich dort die Kontaktdaten des Presseverantwortlichen, hohe Aktualität der Meldungen, und die Verfügbarkeit von Bildmaterial.

Als Fazit zieht die Studie:

Offensichtlich mangelt es vielen PR-Leuten an dem notwendigen Handwerkszeug. Immer wieder angemahnt wurden informative, aktuelle, kurze und vor allem sachliche Texte. Wer Pressearbeit mit Werbung verwechselt, bestätigt nicht nur die negativen Erfahrungen vieler Journalisten, sondern schmälert auch die Chancen auf eine positive Resonanz.

Gefunden via Monika Birkner. Durchgeführt wurde die Studie von der Kommunikationsagentur Schrader und der Fachhochschule Hannover (PDF, 14 Seiten, 520 kB). Befragt wurden über 16 Tage (November/Dezember 2006) 278 Teilnehmer (Journalisten).

Autor-Icon Jan Kurschewitz | Datums-Icon Montag, 2. Juli 2007, 19:48 Uhr
Kategorie-Icon Marketing
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3 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Kommentar 1
    Autor-Icon Petra
    Datums-Icon 27. August 2011 um 13:40 Uhr

    Hier auch noch ein paar Tipps in Kurzform:
    http://www.dernachrichtenverteiler.de/all-aufbau-pressemitteilungen.php

    Gruß Petra

  2. Kommentar 2
    Autor-Icon Connektar-Presseverteiler
    Datums-Icon 21. Mai 2015 um 07:30 Uhr

    Aus unserer Erfahrung ist es am wichtigsten, dass direkt im Betreff der Email schon auf den Inhalt der jeweiligen Pressemitteilung hingewiesen wird. Außerdem sollte der PM-Text im ganzen Umfang mit in die Email eingebunden werden.

    Wird auf die Einbindung des PM-Textes in der Email verzichtet und lediglich ein Word-Dokument angehängt, wirkt sich dies mit Sicherheit nachteilig aus, denn in diesem Fall verzichten die Empfänger oftmals auf das Öffnen der Datei.

    Insofern hat die Studie schon interessante Punkte herausgestellt.

  3. Kommentar 3
    Autor-Icon timo
    Datums-Icon 22. Juli 2015 um 02:13 Uhr

    Es kommt ja alles ganz darauf an, was man will. Bin ich eine Firma und möchte meine Pressemitteilung möglichst weit streuen – und das ist ja eigentlich der Sinn einer Pressemitteilung – kann niemand erwarten, dass ich für jedes Portal eine eigene Pressemitteilung erstelle. Die Pressemitteilung ist doch etwas, dass man als Firma an alle bzw. möglichst viele Zeitungen, etc. versendet.

    Gut vorstellen könnte ich mir, dass Google eine Pressemitteilung als solche erkennt. Die Hoffnung, dass diese mitunter 9.000 Links wie andere 9.000 Links wirken, hätte ich aber nicht und alternativ 9.000 verschiedene Pressemitteilungen zu verfassen ist doch auch keine wirkliche Alternative.

Ein Verweis (Trackback) aus einem anderen Blog

  1. Autor-Icon Pingback von 7 Gebote für gute Pressearbeit at Neukunden-Magnet
    Datums-Icon 6. Juli 2007 um 10:40 Uhr

    […] Sehe gerade im Aysberg-Blog auch noch einen guten Artikel, wie sich Journalisten eine Pressemitteilung wünschen. […]

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