Mein vorausgegangener Beitrag über „Pressearbeit ist auch für kleine Unternehmen sinnvoll“ ist quasi Wegbereiter für diesen Beitrag. Das oft empfohlene „Nachhaken“ bei Journalisten nach Versand der Pressemeldung ist von diesen übrigens besonders gefürchtet.
Die von der Fachhochschule Hannover in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur Schrader durchgeführte Journalistenstudie 2007 zeigt, wie sich Pressevertreter eine Pressemitteilung wünschen.
Ich fasse das Dokument kurz zusammen
- Betreff des E-Mails: Nehmen Sie das Thema Ihrer Pressemitteilung, das Wort „Pressemitteilung“ und ggf. noch den Namen Ihres Unternehmens auf.
- Ob als Format besser Plain Text oder HTML-E-Mail gewählt werden soll ist umstritten. Auf Nummer sicher geht man meines Erachtens aber mit Text-E-Mails (ohnehin das von uns bevorzugte Format).
- Die Pressemeldung selbst erhalten die meisten Journalisten gerne direkt im E-Mail, viele aber auch als angehängte Word(!)-Datei. Der beste Weg ist möglicherweise parallel: Im E-Mail und noch einmal als Attachment.
- Bildmaterial in kleinen Dateigrößen wünschen sich Journalisten gerne direkt als E-Mail-Anhang. Ist Ihr Material zu groß, heruntergerechnete Bilder anfügen und große Dateien und Pressemappen als CD per Post schicken.
- Bevorzugtes Bildformat ist JPEG, gefolgt von TIFF mit Auflösungen ab 300 dpi. Bildmaterial sollte immer für den Druck geeignet sein.
- Falls Sie einen Pressebereich auf Ihrer Website haben: Journalisten wünschen sich dort die Kontaktdaten des Presseverantwortlichen, hohe Aktualität der Meldungen, und die Verfügbarkeit von Bildmaterial.
Als Fazit zieht die Studie:
Offensichtlich mangelt es vielen PR-Leuten an dem notwendigen Handwerkszeug. Immer wieder angemahnt wurden informative, aktuelle, kurze und vor allem sachliche Texte. Wer Pressearbeit mit Werbung verwechselt, bestätigt nicht nur die negativen Erfahrungen vieler Journalisten, sondern schmälert auch die Chancen auf eine positive Resonanz.
Gefunden via Monika Birkner. Durchgeführt wurde die Studie von der Kommunikationsagentur Schrader und der Fachhochschule Hannover (PDF, 14 Seiten, 520 kB). Befragt wurden über 16 Tage (November/Dezember 2006) 278 Teilnehmer (Journalisten).

Jan Kurschewitz |
Montag, 2. Juli 2007, 19:48 Uhr