Thursday, 24. July 2008 von Jan Kurschewitz
6 Kommentare
Heute, drei Wochen nach dem verpatzten Relaunch von freising.de gereicht es endlich zu einer Meldung auf der Titelseite der Landkreisausgabe der Süddeutschen Zeitung (“Freisinger SZ)“. Vielleicht ist auch diese lange Nicht-zur-Kenntnisnahme ein Zeichen dafür, dass man „da draußen“ das Thema Internet immer noch nicht ernst nimmt.
Fehler im System
In dem Beitrag mit dem Titel „Fehler im System – Homepage der Stadtverwaltung mangelhaft“ heißt es:
„Grund für das Durcheinander ist die Einführung eines Content Management Systems“.
Das ist entweder eine Schutzbehauptung, um das Problem auf die Technik abzuwälzen, oder aber Ausdruck dafür, dass die Verantwortlichen tatsächlich nicht mit dem Internet zurecht kommen und noch nicht einmal „Web 1.0 sind“ .
Immerhin plädiert einer der neuen, jungen Stadträte (Tobias Eschenbecher) dafür, „uns einen Profi zu holen“, der eine grafische Überarbeitung vornehme. Doch unseres Erachtens wäre das Makulatur, denn das Webdesign ist nur die Fassade eines technisch und inhaltlich unausgereiften Stadt-Auftritts.
Was der Stadt Freising fehlt, ist eine grundlegende Beratung in Sachen Internet, ein ausgearbeitetes Konzept und massive technische Unterstützung.
Vollständigen Beitrag anzeigen…
Wednesday, 23. July 2008 von Jan Kurschewitz
Die Deutsche Telekom hat einen Werbeauftritt Blog namens „Die Neue Telekom“ ins Leben gerufen, der auch in ganzseitigen Anzeigen in Tageszeitungen beworben wird. Darin kommt der Vorstandsvorsitzende der Telekom, René Obermann in wöchentlichen Videobeiträgen zu Wort.
Eine schöne Idee, doch fehlt der Telekom der Mut, auch Leserkommentare auf die Beiträge zuzulassen. Zugegebenermaßen würde das Blog dann vermutlich gesprengt oder der ganze Unmut der alten Telekom-Kunden zutage treten. Das wird also wohl weiterhin über Mundpropaganda und andere Kanäle passieren – demnächst z.B. hier im Blog, in dem wir von unseren Erlebnissen der letzten sechs Monate mit der Telekom berichten – inklusive der Möglichkeit, den Beitrag zu kommentieren.
Wie heißt es zu Anfang des Beitrags „Wie wird man Serviceweltmeister?“ vom 17. Juli: „Ich bin ganz sicher: Jeder von Ihnen kennt einen Fall, in dem der Service der Telekom noch nicht so gut wegkommt“. Stimmt, seit einem halben Jahr ärgern wir uns mit dem Konzern herum. Obermann weiter: „Wenn der Techniker sich verspätet, eine Störung nicht schnell genug behoben werden kann oder Callcenter nicht erreichbar sind.“ Das sind in unseren Augen Lappalien im Gegensatz zu fast 2.000 Euro DSL-Nutzungsentgelten, die man uns trotz „Comfort-Plus“-Flatrate anrechnen wollte. Vor zwei Wochen hatten wir endlich Erfolg und die Forderungen wurden fallen gelassen. Sobald das Thema wirklich abgeschlossen ist, gibt es dazu mehr.
Thursday, 10. July 2008 von Jan Kurschewitz
Der Freisinger Verein für Stadtbildpflege und Baukultur e.V. veranstaltet im alten Gefängnis in Freising eine Ausstellung zum Thema „Freising, Stadt am Wasser„. Bis 13. Juli 2008. Mi-Fr, 17–21 Uhr, Wochenende 10–17 Uhr.
Die Stadtmoosach und viele Nebenbäche fließen seit Jahren verborgen im Untergrund. Manche Vorschläge der Ausstellung regen die Öffnung dieser Gewässer an, andere befassen sich auf kreative Weise mit der Isar, die durch Freising fließt. Die Ausstellung soll Anregungen geben, wie man Gewässer im Freisinger Stadtbild der Zukunft hochwertiger und attraktiver nutzen kann.
In kleinem Maße sind auch wir an der Ausstellung beteiligt. Der Freisinger Bauunternehmer Andreas Adldinger ist an unseren Büropartner, die Agentur werkBLICK mit der Bitte herangetreten, die Öffnung des Nierenbachs in der unteren Hauptstraße bildlich umzusetzen. Schnell war die Idee geboren, in eine „Luftansicht“ der unteren Hauptstraße einen Bach hineinzuretuschieren.

Ergebnis: Die Collage aus zusammenmontierten, retuschierten und nachbearbeiteten Fotos, wie sie in der Ausstellung „Stadt am Wasser“ im Juli 2008 in Freising zu sehen sind. © werkBLICK
Vollständigen Beitrag anzeigen…
Tuesday, 1. July 2008 von Jan Kurschewitz
11 Kommentare
Dieser Tage (Anfang Juli 08) wagt sich die Stadt Freising an den längst überfälligen Relaunch ihrer Website. Leider legt sie aber keinen sauberen Start hin, sondern schaltet erst einmal ein zweifelhaftes Gerüst ohne Inhalte frei. Was bisher auf freising.de zu sehen ist, treibt uns die Tränen in die Augen…

Screenshot: Startseite von freising.de am 1. Juli 2008
Die Startseite
Die Homepage ist nicht mediengerecht. Sie sollte als erste Seite nicht nur optisch etwas hermachen, sondern auch inhaltlich überzeugen: Sämtliche Bilder wirken unsauber und der Informationsgehalt ist gleich Null: Zu sehen ist eine große, gelayoutete (und viel zu stark komprimierte) Grafik, in der die vier Rubriken und „Aktuelles“ anklickbar sind. Vollständigen Beitrag anzeigen…
Saturday, 31. May 2008 von Jan Kurschewitz
Am 21. Mai haben wir vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe ein in Englisch verfasstes E-Mail erhalten, das erstmal nach Spam aussah, der Betreff aber doch unsere Aufmerksamkeit erregte: „To the Members of the World Wide Panorama Project„.
Das Anliegen des ZKM
Das ZKM fragt in dem E-Mail an, ob es unsere Panoramafotos des World-Wide-Panorama-Events (Erklärung s.u.) für ihr nichtkommerzielles Projekt „Globorama“ verwenden darf. So weit so gut.
ZKM: „The project entitled ‚Globorama‘ is a Panorama Screen, measuring 8m in diameter and 2.8m in height. The environment was implemented to display interactive panoramic movies via 6 projectors. The material that can be displayed includes 3D animations and 360 degree video footage. The project explores innovative forms of the representation of satellite images […]. The goal was to enable the users to travel the entire globe by means of a laser pointer. To experience not only a bird’s eye view of the globe […], the researchers and artists developed a prototype of the installation that makes it possible to include panoramic images from the web“.
Nun hat das ZKM herausgefunden, dass die Urheberrechte der Panoramafotos bei den Fotografen liegen. Daher das Massen-E-Mail an alle Teilnehmer. Erst im dreiseitigen Anhang, in dem das Globorama-Projekt beschrieben und beworben wird, findet sich eine Passage, die unseres Erachtens (nicht nur) gegen deutsches Recht verstößt:
ZKM: „Please be informed that we assume your consent, if we do not receive any comment from your side“. Vollständigen Beitrag anzeigen…
Tuesday, 27. May 2008 von Jan Kurschewitz
Die Internetagentur WebsiteOptimization hat analysiert, in welchem Maße die Dateigröße von Webseiten zugenommen hat. Seit 2003 um das Dreifache! Galt Ende der Neunziger, zu Zeiten von Modemverbindungen, noch die Regel „nicht größer als 10 bis 20 kB“, kümmert sich heute kaum noch eine Agentur um bandbreitenschonende Webseiten.
Ergebnisse der Untersuchung
„Within the last five years, the size of the average web page has more than tripled, and the number of external objects has nearly doubled. While broadband users have experienced somewhat faster response times, dial-up users have been left behind“. Vollständigen Beitrag anzeigen…