Aysberg-Blog Weblog einer Internetagentur

Flash oder nicht Flash?

Freitag, 21. Dezember 2007 von Jan Kurschewitz
Ein Kommentar

Gerrit van Aaken fällt in seinem Blog praegnanz.de unter dem Titel „nicht schon wieder Flashprofilierung“ über die in Flash realisierte Website „WatchBerlin“ her. Man spürt seinen Ärger förmlich, doch führt er sauber die Argumente für und wider Flash auf. Und stößt damit ins Horn einer Vielzahl von Webentwicklern, die in den Kommentaren die Diskussion fortführen.

Wir sind der Meinung, dass Flash mit Bedacht eingesetzt werden sollte und von Haus aus viele Probleme mit sich bringt – so schick animierte Websites anfänglich auf viele User wirken.

Ein paar Gründe gegen Flash

  • Flash wird oft nur zur Show ohne Mehrwert eingesetzt,
  • die Usability und das Bedienkonzept lassen oft zu wünschen übrig,
  • Flash kann auf vielen Geräten nicht korrekt dargestellt werden,
  • Suchmaschinen können Flash-Animationen nicht gut indizieren,
  • Bookmarks/Lesezeichen lassen sich nur übergreifend setzen,
  • der Zurück-Button des Browsers funktioniert nicht,
  • das Durchsuchen und Herauskopieren von Text geht nicht,
  • das Ausdrucken ist schwierig bis unmöglich.

Man darf es aber nicht nur negativ sehen

Schönes neues Mitmachweb: Bevor es in den Kommentaren von Gerrits Artikel hoch hergeht und die Diskussion abdriftet, stellt sich Mathias Richel, einer der Macher von BerlinWatch der Diskussion und stellt Argumente in den Raum die zumindest zeigen, dass man sich im Vorfeld Gedanken gemacht hat.

Wenn Kunden Flash wünschen, setzen wir uns mit ihren Ideen zuerst einmal auseinander und erörtern Sinn, Zielgruppe und Machbarkeit.

  1. Erstens muss man unterscheiden zwischen kompletten Flash-Websites (schwierig zu realisieren und selten befriedigend) und kleinen Flash-Elementen innerhalb von HTML-Websites (richtig gemacht durchaus noch vertretbar).
  2. Zweitens lässt sich ein Kunde, der sich eine Flash-Animation wünscht, mit guten Argumenten beraten, dass es kein langatmiges, vorgeschaltetes „Intro“ sein muss, sondern die Animation nur auf Wunsch (per Link auf Detailseite o.ä.) abgespielt wird oder aber so in eine HTML-Webseite integriert wird, dass der Besucher sich bereits mit den Inhalten auseinandersetzen kann und nicht zu sehr abgelenkt wird.
  3. Drittens kann Flash für manche Zielgruppen, wie sie wohl z.B. von WatchBerlin angestrebt wird, tatsächlich ansprechend sein und den Nerv der Leute treffen.

Finden Sie Flash gut? Nervt Sie Flash? Wo ist der Einsatz von Flash „erlaubt“?

Autor-Icon Jan Kurschewitz | Datums-Icon Freitag, 21. Dezember 2007, 10:22 Uhr
Kategorie-Icon Technik, Webdesign
Kommentar-Icon Kommentar schreiben | Trackback einrichten

Ein Kommentar zu diesem Beitrag

  1. Kommentar 1
    Autor-Icon JeriC
    Datums-Icon 30. Mai 2008 um 15:53 Uhr

    Insbesondere komplette Flashseiten, aber auch große Flash-Elemente stören mich doch sehr. Mein PC ist nicht der neueste und so laufen diese oft nur sehr langsam und ruckelig und ziehen viel CPU-Leistung – eigentlich sollte meiner Meinung nach ein 700-MHz-PC aber durchaus für Internet ausreichen.

Einen Kommentar schreiben

Kommentar hinterlassen