Die Stiftung Warentest hat Ende Mai 2007 (Heft 6/2007) die DSL-Angebote von acht Internetprovidern getestet. Wie dem ständigen Wehklagen der Anwender in Verbraucherforen und Fachzeitschriften nach zu erwarten war, schnitten diese nicht sehr gut ab.
T-Online gedopt?
T-Online ist Testsieger! Überrascht? Auf den zweiten Blick stellt sich heraus, dass T-Online gerade einmal ein „befriedigend“ (Note 2,6) erhielt, was ein noch schlechteres Licht auf die Mitbewerber wirft. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sich überhaupt ein Anbieter ein „Stiftung Warentest: sehr gut“ auf die Stirn kleben kann…
Der Service stimmt nicht
Technisch gesehen schneiden alle Anbietern gut ab, doch wer Service, Beratung und Hilfe sucht, schaut in die Röhre. An der Tagesordnung sind übermäßig lange Wartezeiten bei Anrufen der Hotline (durchschnittlich acht Minuten Warteschleife bei T-Online). Ähnlich sieht es beim E-Mail-Support aus: Wenn nach langer dann mal Zeit eine Antwort kommt, sind Fragen oft unzureichend beantwortet.
Weitere bemängelte Punkte sind verloren gegangene Bestellungen, nicht eingehaltene Freischalttermine, lange Vertragsbindungen und Ungenauigkeiten bei den Vertragsleistungen. Zweiter wurde übrigens 1&1, Verlierer ist freenet.
Kein gutes Gesamturteil
Fazit der Stiftung Warentest: Kein Internetprovider ist gut. Mit einem befriedigenden Qualitätsurteil (Note: 2,6) bietet T-Online noch die beste Verbindung ins Internet und die komfortabelsten Zusatzleistungen. Gute Noten für Komfort und Internetverbindung erhielt auch die etwas preiswertere 1&1 Internet AG.
Sind die Verbraucher Schuld?
Liegt es an den Verbrauchern, die immer „noch billiger“ wollen? Die Anbieter unterbieten sich also mit (vermeintlich) günstigen Angeboten und kostenlosen Bestellhotlines, doch sobald man Kunde ist, bezahlt man teure Hotlines, hat oft unfähige Callcenter-Mitarbeiter am Telefon, wird abgewimmelt oder gar beschimpft. Alles selbst erfahren und täglich in Kundengesprächen zu hören.
Gäbe es doch nur Alternativen!
Wo bleibt der erste Anbieter, der mit kompetenter Unterstützung und gutem Kundenservice den Markt aufrollt? Dieser hätte natürlich höhere Preise als die Konkurrenz. Doch glaube ich, dass manch frustrierter oder technisch wenig versierter Verbraucher dort Kunde würde. So lange gilt für mich: „Never change a runnig system“.
- Internetprovider: Schnelle Leitung, lahmer Service
- Die tabellarische Übersicht über die getesteten Anbieter
- Tipps der Stiftung Warentest
- Der vollständige Testbericht (gegen 1,00 € Gebühr)
T-Online bewirbt auf seiner Website übrigens immer noch den Test von Mai 2006, in dem sie mit der Note 1,6 abgeschnitten haben. Aber sie geben immerhin zu, dass die Technik gut ist, die Beratung aber nur die Note 3,0 bekommen hat.

Jan Kurschewitz |
Mittwoch, 30. Mai 2007, 9:15 Uhr
Da bin ich dann doch überrascht das die Bewertungen durchschnittlich so schlecht sind. Meine Erfahrungen sind eigentlich immer sehr gut, ob Tiscali früher und nun T-Com, nie Probleme, schnelle Lieferungen und Freischaltung. Da hab‘ ich dann wohl Glück gehabt ;o)
Es war sicherlich schon zu erwarten, dass die Endbeurteilungen nicht wirklich die Allerbesten werden würden, aber so schlecht? Das ist schon bedenklich…
Ich bin bei Versatel und sehr unzufrieden, lange Wartezeiten, keine Antwort auf Fragen,stundenlage Ausfälle im Internet und vieles mehr. Weiß nicht zu welchem Anbieter ioh gehen soll, weil alles so schlecht abschneiden.
Bislang sind wir mit Versatel zufrieden, es gibt allerdings nicht „weniger“ als 6k.