Dan Wineman hat in seinem Blog „Venomous Porridge“ eine herrliche Unterhaltung niedergeschrieben, die er alle paar Wochen mal führt: „A conversation I have every month or so“. Ich möchte hier keine deutsche Übersetzung anbieten, die den Reiz des Originals nicht rüberbringen würde. Nur soviel: Es geht um die Konversation seines iPhones mit einer Restaurant-Website. Alles was er sucht sind die Öffnungszeiten!
Kategorie "Unterhaltsames"
Wenn ein iPhone mit einer Restaurant-Website spricht…
Nachdem die Fachzeitschrift ix unter dem Titel „Disclaimer: Bizarre Stilblüten“ auf meinen Beitrag über überflüssige E-Mail-Disclaimer verweist, muss ich das noch toppen mit einer Weihnachts‑“Karte“, die diverse „undisclosed recipients“ von einem Freund erhalten haben, der für ein deutsches Unternehmen in den USA arbeitet.
Der eine Fehler war, dass der Radio-Energy-Moderator heute morgen immer von Schweinepest redete statt von der Schweinegrippe. Den anderen Fehler findet man in den Suchmaschinen, wo vermehrt gemeldet wird, dass der erste Fall von Schweinegerippe aufgetreten ist. Ich kenne Schweinegerippe jedoch nur von Biergartenbesuchen nach Verzehr von Spare Ribs und das ist üblicherweise keine Meldung wert?!
Der Suchmaschinenriese hat anlässlich seines zehnjährigen Geburtstags eine spezielle Version der Suchmaschine eingerichtet, die Ergebnisse auf Basis eines Suchindexes vom Januar 2001 liefert. Die Links dieser Suche verweisen allerdings entweder auf die entsprechende aktuelle Seite – sofern noch vorhanden – oder aber sehr häufig ins Nirvana. In den letzten zehn Jahren hat sich das Web doch zu sehr verändert.
Sind Angebotsanfragen über das Internet wirklich seriös?
Wenn es um neue Aufträge geht, sind uns unsere Bestandskunden am liebesten, direkt gefolgt von Interessenten, die auf Empfehlung hin kommen. Da gibt es am wenigsten Diskussionsbedarf und es lässt sich schnell klären, dass wir nicht „billige Websites“ machen. Mit Anfragen über das Internet sind wir dagegen vorsichtig. Viel zu oft erhalten wir Anfragen, die in identischer Form an zwanzig Agenturen gehen.
Heute, drei Wochen nach dem verpatzten Relaunch von freising.de gereicht es endlich zu einer Meldung auf der Titelseite der Landkreisausgabe der Süddeutschen Zeitung (Freisinger SZ). Vielleicht ist auch das ein Zeichen, dass man „da draußen“ das Thema Internet immer noch nicht ernst nimmt.

Jan Kurschewitz |
24. Februar 2010 |