Dan Wineman hat in seinem Blog „Venomous Porridge“ eine herrliche Unterhaltung niedergeschrieben, die er alle paar Wochen mal führt: „A conversation I have every month or so“. Ich möchte hier keine deutsche Übersetzung anbieten, die den Reiz des Originals nicht rüberbringen würde. Nur soviel: Es geht um die Konversation seines iPhones mit einer Restaurant-Website. Alles was er sucht sind die Öffnungszeiten!
Kategorie "Agenturleben"
Wenn ein iPhone mit einer Restaurant-Website spricht…
Nachdem die Fachzeitschrift ix unter dem Titel „Disclaimer: Bizarre Stilblüten“ auf meinen Beitrag über überflüssige E-Mail-Disclaimer verweist, muss ich das noch toppen mit einer Weihnachts‑“Karte“, die diverse „undisclosed recipients“ von einem Freund erhalten haben, der für ein deutsches Unternehmen in den USA arbeitet.
Selbstverständlich checken wir Bewerber kurz durch. Viele haben ohnehin eine XING-Seite oder eine eigene Website mit Profil bzw. Online-Bewerbung. Wer in unserer Branche tätig ist, sollte auch aktiv am Internetgeschehen teilnehmen und wird sich hoffentlich mit guten Beiträgen im Web beteiligen. Noch schöner, wenn man seinen Namen sogar als kreativen Webdesigner im Impressum einer ästhetischen Firmen-Website findet.
Thomas Kilian von der Agentur Thoxan aus Ostwestfalen hat in seinem Blog einen Wettbewerb „zeigt her Eure Fenster, zeigt her Euer Büro“ ins Leben gerufen. Alle Webdesigner, Gestalter, Grafiker und sonstige Medienschaffende waren aufgefordert, ein Foto ihrer Büroräume sowie ein Foto der Außenansicht einzureichen. Wir haben Mitte September mitgemacht und heute erfahren, dass wir als einer von 14 Teilnehmern den Preis für das „edelste Büro 2008“ gewonnen haben.
Heute mittag beim beiläufigen Blick aus unserem Agenturfenster reißt es mich fast vom Stuhl, weil draußen eines der Google-Street-View-Autos langsam vorbeifährt. Schwarz, mit besagten Kameramast und Google-Aufkleber auf dem Heck. Große Aufregung hier in der Agentur, aber keine Kamera griffbereit…
Sind Angebotsanfragen über das Internet wirklich seriös?
Wenn es um neue Aufträge geht, sind uns unsere Bestandskunden am liebesten, direkt gefolgt von Interessenten, die auf Empfehlung hin kommen. Da gibt es am wenigsten Diskussionsbedarf und es lässt sich schnell klären, dass wir nicht „billige Websites“ machen. Mit Anfragen über das Internet sind wir dagegen vorsichtig. Viel zu oft erhalten wir Anfragen, die in identischer Form an zwanzig Agenturen gehen.

Jan Kurschewitz |
24. Februar 2010 |