Aysberg-Blog Weblog einer Internetagentur

Anforderungen an einen professionellen Online-Shop

Montag, 20. August 2007 von Jan Kurschewitz
5 Kommentare

Einkaufstaschen warten darauf, gefüllt zu werdenEinen richtig guten Onlineshop zu realisieren kostet Geld. Webdesign kann jeder (möchte mancher glauben), Programmieren vielleicht auch. Wenn beides in einem Projekt – z.B. einem Onlineshop – professionell zusammengebracht werden soll, wird es schon schwieriger. Einen rundum brauchbaren Shop zu entwickeln ist anspruchsvoll. Auch für uns. Ehrlich.

Wie wird ein Shop denn erfolgreich? Es sind viele Elemente, die die Agentur, die Shopsoftware aber auch der Betreiber des Shops zu leisten haben.

Anforderungen an die Internetagentur

  1. Beratung: Der Shopbetreiber kennt hoffentlich seine Branche und seine eigenen Stärken. Bringt man als Agentur sein Internet-Know-how ein, ergibt sich die perfekte Synergie für erfolgreiches E-Commerce.
  2. Konzept: Ein schriftliches Konzept ist unabdingbar. Darin werden Ziele, Zielgruppe, Technik, Webdesign, Funktionalität, Webhosting, Pflege und vieles mehr festgehalten. Im Idealfall ist es ständiger Projektbegleiter für Agentur und Shopinhaber.
  3. Umsetzung: Die Internetagentur hält die Fäden in der Hand, wickelt die notwendigen Entwicklungsschritte zum richtigen Zeitpunkt ab und koordiniert alle Projektbeteiligten.
  4. Kostenkontrolle: Für jedes Projekt ist der Aufwand individuell zu berechnen. Eine saubere Kalkulation vermeidet für den Kunden lästige Nachtragsangebote und erübrigt das abschließende Hinpfuschen aufgrund ausgeschöpfter Budgets.

Anforderungen an das Front-End

  1. Webdesign: Ein gutes Design macht einen guten ersten Eindruck, unterstreicht die Seriosität des Anbieters und lädt zum Einkaufen ein.
  2. Benutzerführung: In Verbindung mit dem Webdesign dient sie der Orientierung des Käufers auf allen Seiten und gewährleistet die nötige Transparenz im gesamten Kaufprozess.
  3. Produktpräsentation: Gut fotografiert und gut beschrieben bietet die Produktpräsentation dem Käufer das, was er im normalen Geschäft durch Anfassen, Anprobieren und Beratung durch einen Verkäufer erhält.
  4. Psychologie: Wie ein guter Verkäufer in einem Geschäft muss die Mischung aus dem Bewerben der Produkte und dem Bedienen der Kundenwünsche stimmen – werbend und doch informativ.
  5. Seriosität: Zusatzkosten müssten dargestellt werden, Bezahlvorgänge transparent sein, Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten auffindbar sein, etc. Shopzertifikate sind schön aber letztlich keine Garantie für den Käufer.
  6. Hintergrundinformation: Der Kunde will alles wisse: Er will. AGB einsehen, Bestellabläufe nachvollziehen, alles zu den Produkten wissen.

Anforderungen an die Shop-Software

  1. Professionalität: Schnäppchen vom Wühltisch, Mietshop, Open-Source-Shop oder professionelle Lösung? Jede Variante hat Ihren Preis.
  2. Funktionalität: Nicht zu viel Funktionen, aber auch nicht zu wenig einplanen. Überflüssige oder schlecht benutzbare Features lenken ab oder frustrieren bei hakeliger Bedienung.
  3. Anpassbarkeit: Ein individuelles Design gemäß des eigenen Corporate Designs muss machbar sein. Ferner sollte der gesamte Shop auf die Bedürfnisse der Zielgruppe und der Produkte im Shop angepasst werden.
  4. Technik: Shopsoftware, Provider und alle Funktionen im Frontend und Backend müssen zuverlässig arbeiten, Backups regelmäßig laufen.
  5. Bezahlung: Die wichtigsten Zahlungssysteme müssen unterstützt werden, alle vertraulichen Daten müssen verschlüsselt übertragen werden.
  6. Administration: Die Software muss dem Shopbetreiber eine verständliche und produktive Produkt‑ und Bestellverwaltung ermöglichen.

Anforderungen an den Shopbetreiber

  1. Logistik: Der Shopinhaber ist verantwortlich dafür, dass die Ware pünktlich, zuverlässig und gut verpackt zum Kunden kommt.
  2. Reklamationen: Auf Beschwerden, Garantiefälle und Rücksendungen muss er adäquat und professionell reagieren.
  3. Preisgestaltung: Im Internet werden Preise transparent. Muss man Mitbewerber unterbieten oder kann man höhere Preise rechtfertigen?
  4. Bezahlung: Die Paymentsysteme müssen beherrscht werden, die Zahlungsabwicklung muss funktionieren, die Buchhaltung gemacht werden.
  5. Kundenbetreuung: Bestehende Kunden müssen gepflegt werden, neue hinzugewonnen werden durch Mailings, Newsletter, Blog, etc.
  6. Offline-Marketing: Der Shop sollte auf allen Wegen beworben werden. Klassisch über Anzeigen und Flyer, kreativ über Guerilla-Marketing, etc.
  7. Kontrolle: Welche Produkte laufen gut und warum? Was sagen die Zugriffsstatistiken des Shops und rechnet sich der Onlineshop unterm Strich?
  8. Weiterentwicklung: Der Shop muss aktualisiert werden (Updates), Funktionen verbessert und neu eingerichtet werden. Und irgendwann muss der Shop auch komplett „renoviert“ werden.

Auch wir liefern die uns betreffenden Punkte nicht mit links. Jeder Kunde hat spezielle Vorstellungen, wünscht besondere Funktionen, jedes Produkt will anders verkauft werden und benötigt individuelle Funktionen, nach denen sich der Shop richten muss.

Die Chemie zwischen Dienstleister (Internetagentur) und Kunden (Shopbetreiber) muss stimmen, beide müssen gut miteinander kommunizieren und bereit sein, viele neue Dinge zu lernen.

Bei Shops gilt noch mehr als bei einfachen Websites: Eine gute Planung, laufende Beratung und ein fundiertes Konzept sind das A und O für den Erfolg.

Was vergessen? Die Kommentare stehen Ihnen offen für Ihre Anmerkungen!

Autor-Icon Jan Kurschewitz | Datums-Icon Montag, 20. August 2007, 22:27 Uhr
Kategorie-Icon E-Commerce, Web 2.0
Kommentar-Icon Kommentar schreiben | Trackback einrichten

4 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Kommentar 1
    Autor-Icon Jan Kurschewitz (Aysberg)
    Datums-Icon 22. Februar 2008 um 09:30 Uhr

    Das eCommerce-Portal eSales4U hat ein paar Monate nach diesem Beitrag eine ähnliche Liste veröffentlicht: 15 wichtige Erfolgsfaktoren für einen Online-Shop.

  2. Kommentar 2
    Autor-Icon H.P.
    Datums-Icon 11. März 2008 um 08:07 Uhr

    Suchmaschinenoptimierung fehlt, sollte heutzutage niemals unterschätzt werden.

  3. Kommentar 3
    Autor-Icon online shop
    Datums-Icon 7. September 2010 um 12:09 Uhr

    Der Artikel zeigt den ersten Schritt zu einer erfolgreichen ecommerce Realisierung auf. Wie mein Vorredner aber anführt gehört viel mehr dazu auf einen Shop aufmerksam zu machen und diesen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Stichwort:Onpage + Offpage Optimierung.

  4. Kommentar 4
    Autor-Icon Bludie
    Datums-Icon 6. Januar 2011 um 16:21 Uhr

    SEO Suchmaschinenoptiimierung ist meist das Wichtigste und gehört auf jedenfall in eine solche Aufstellung.

Ein Verweis (Trackback) aus einem anderen Blog

  1. Autor-Icon Pingback von Erfolgsfaktoren von Online Shops
    Datums-Icon 10. September 2007 um 16:32 Uhr

    […] den Anforderungen an einen (professionellen) Online-Shop hat man sich bei aysberg.de bzw. im Blog von aysberg.de (blog.aysberg.de) auseinander […]

Einen Kommentar schreiben

Kommentar hinterlassen