Heute mittag beim beiläufigen Blick aus unserem Agenturfenster reißt es mich fast vom Stuhl, weil draußen eines der Google-Street-View-Autos langsam vorbeifährt. Schwarz, mit besagten Kameramast und Google-Aufkleber auf dem Heck. Große Aufregung hier in der Agentur, aber keine Kamera griffbereit…
Monatsarchiv für September 2008
Abmahn-Anwalt Freiherr v. Gravenreuth muss 14 Monate ins Gefängnis
Nachdem v. Gravenreuth bereits wegen kleinerer Vergehen verurteilt worden war, wurde ihm die Sache mit der taz nun zum Verhängnis: Diese mahnte er wegen eines unerwünschten Newsletter-Abos ab und wollte zwischenzeitlich sogar die Domain taz.de pfänden lassen. Angeblich hätte er das Geld einer einstweiligen Verfügung gegen die taz nicht erhalten, wobei eine Hausdurchsuchung schließlich das Gegenteil bewies. Bereits im September 2007 verurteilte ihn daher ein Berliner Gericht. In der Revision wurde er gestern nun zu 14 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt – eine Geldstrafe reichte dem Gericht wegen der Vorstrafen offensichtlich nicht.
Letztes Jahr hatten wir unter dem Titel „Klebt Ihre Website schon im Schaufenster?“ dafür geworben, die Adresse seiner Geschäfts-Website auch im eigenen Schaufenster zu präsentieren. Mit Umzug in unsere neuen Büroräume sind wir mit gutem Beispiel vorangegangen und haben die größte Visitenkarte der Welt – naja, wohl zumindest Freisings – in unsere Agenturfenster geklebt.
Sind Angebotsanfragen über das Internet wirklich seriös?
Wenn es um neue Aufträge geht, sind uns unsere Bestandskunden am liebesten, direkt gefolgt von Interessenten, die auf Empfehlung hin kommen. Da gibt es am wenigsten Diskussionsbedarf und es lässt sich schnell klären, dass wir nicht „billige Websites“ machen. Mit Anfragen über das Internet sind wir dagegen vorsichtig. Viel zu oft erhalten wir Anfragen, die in identischer Form an zwanzig Agenturen gehen.

Jan Kurschewitz |
26. September 2008 |